Ernst Ludwig Kirchner „Sich kämmender Akt/Frau vorm Spiegel“, 1913

Brücke-Museum Berlin

Das Gemälde „Sich kämmender Akt“ von Ernst Ludwig Kirchner wurde 1924 mit einigen Werken aus der Frankfurter Sammlung von Ludwig und Rosy Fischer an das Stadtmuseum Moritzburg in Halle verkauft. Grohmann kannte das Gemälde gut, da er eine Veröffentlichung über die Sammlung Fischer plante und im „Cicerone“ über den Transfer berichtete. 1940 ging das Gemälde, das 1937 in Halle als „entartet“ beschlagnahmt worden war, durch einen Tauschvertrag an den mit Grohmann eng befreundeten Galeristen Ferdinand Möller. Von diesem lieh Grohmann das Gemälde für die Allgemeine Deutsche Kunstausstellung Dresden 1946, wo es nach Ende der Ausstellung aber durch die Deutsche Zentralverwaltung für Volksbildung einbehalten wurde. Grohmann, der zu dieser Zeit noch mit der Zentralverwaltung kooperierte, vermittelte die Rückgabe an Möller. Im Rückgriff auf seine beiden Kirchner-Veröffentlichungen zu Lebzeiten des Künstlers (1925 und 1926) publizierte Grohmann 1958 in Zusammenarbeit mit dem befreundeten Kunsthändler Roman Norbert Ketterer eine weitere Kirchner-Monografie.