Wassily Kandinsky „Einige Kreise“, 1926

Solomon R. Guggenheim Museum New York

Wassily Kandinskys Gemälde „Einige Kreise“ ist ein Schlüsselwerk der Ausstellung, das ehemals im Bestand der Dresdner Sammlung war und nun erstmals seit der Aktion „Entartete Kunst“ wieder in Dresden zu sehen ist. Es gehörte zu jenen Bildern, die Grohmann als Freund und Wegbegleiter der Bauhaus-Künstler, wie Klee, Kandinsky, Feininger, und als Mitoranisator der großen Internationalen Kunstausstellung Dresden 1926 direkt aus den Dessauer Meisterateliers nach Dresden holte, um die jüngsten und besten Werke der Künstler auf dieser groß angelegten Schau zu präsentieren. Von Kandinsky wurde Grohmann in die Ankaufsverhandlungen einbezogen. Für den Künstler zählte „dieses Bild zu den allerbesten [seiner] Arbeiten“ und „kunstpolitisch“ fand er den Ankauf durch „eines der besten deutschen Museen ausserordentlich wichtig“. Und Kandinsky schrieb weiter: „Ich rechne in diesem Fall mit Ihrer Autorität und besonderer Energie und hoffe, dass Sie sich für mich einsetzen werden. Nicht wahr?“ Im Vorfeld eines 1930 von Grohmann in Paris veröffentlichten Bandes über Kandinsky schrieb ihm dieser ausführliche Erläuterungen zum Bildthema des „Kreises“. 1958 erschien Grohmanns umfassende Werkmonografie über Kandinsky.