Francis Bacon „Studie zu einem Bildnis“, 1953

Hamburger Kunsthalle

Bereits 1962 war das Gemälde in der großen Londoner Bacon-Ausstellung zu sehen, die dann nach Mannheim ging und von dem mit Grohmann eng befreundeten Galeristen Harry Fischer (Marlborough Fine Art, London) organisiert wurde. Grohmanns Interesse für Francis Bacon wurde maßgeblich von dem Galeristen angeregt, der den Künstler vertrat und mit Hilfe des Kritikers für die entsprechende Pressekampagne in Deutschland sorgte. Zudem war das Bild 1964 auf der documenta III ausgestellt, bei der Grohmann Jurymitglied war. In einem Interview 1962 bemerkte Grohmann, der sich selbst als Verfechter der Abstraktion sah: „… nachdem ich diese Bacon-Ausstellung gesehen habe, […] sagte ich mir: die Möglichkeit einer gegenständlichen Kunst besteht absolut, wenn man die Begabung hat, aus der gegenständlichen Welt etwas herauszuziehen. […] Bacon ist auf jeden Fall ein Beispiel und für mich der einzige Beweis, dass gegenständliche Kunst noch möglich ist.“