Gerhard Altenbourg „Fern das Gebirge“, 1952

Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett.

Dieses Aquarell Gerhard Altenbourgs steht exemplarisch für die Schnittstelle zwischen Kritiker, privater Galerie (Rudolf Springer) und öffentlichem Museum. Grohmann lernte den Künstler vermutlich über seine Dresdner verwandtschaftlichen Kontakte kennen. Bereits 1952 hatte der Künstler eine erste Ausstellung bei dem Galeristen Rudolf Springer in Berlin (West), mit dem Grohmann regelmäßig in Kontakt stand. Spätestens ab 1962 standen beide in einer brieflichen Korrespondenz. 1967, kurz vor Grohmanns Tod, war Altenbourg der erste und einzige Grohmann-Preisträger, den der Kritiker noch selbst nominiert hatte. Seither wird der Preis jährlich zu seinem Geburtstag am 4. Dezember von der Akademie der bildenden Künste Berlin an junge Maler, Graphiker, Bildhauer oder auch Kritiker verliehen, „die Talent und Eigenart zeigen“ und sich um die Förderung zeitgenössischer Kunst verdient gemacht haben. Anlässlich des 125. Geburtstages Will Grohmanns wird der Preisträger diesmal in Dresden bekannt gegeben. Ab dem 4. Dezember wird er mit einem Werk in der Ausstellung vertreten sein.