Virtuelle Rekonstruktion der Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung Dresden 1946

Konstantin Klamka, Berit Lochner, Thomas Schmalenberger und Florian Schneider

Im Rahmen eines Komplexpraktikums von Studenten im Fach Medieninformatik an der Technischen Universität Dresden wurde die Allgemeine Deutsche Kunstausstellung, die 1946 in Dresden stattfand, weitestmöglich rekonstruiert. Basierend auf den aufwendigen Recherchearbeiten von Studierenden der Kunstgeschichte sowie der Medieninformatik zu den ausgestellten Werken und den historischen Ausstellungsräumen wurde die Ausstellung als virtuelles 3-D-Modell nachgebildet. Mit dessen Hilfe konnte sich der Besucher auf einem speziellen 42‘‘-Multi-Touch-Monitor virtuell durch diese Kunstausstellung bewegen.

1946 prägten das Dresdner Stadtbild immer noch Trümmerfelder, die durch die Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 der amerikanischen und englischen Luftwaffe verursacht wurden. Mit der Beendigung des Zweiten Weltkrieges und dem Beginn der Aufbauarbeiten entstand nicht nur der Bedarf nach Klärung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse, sondern auch nach der weiteren künstlerischen und kulturellen Ausrichtung Deutschlands. Um Letztere zu ergründen, wurde das Projekt der Ersten Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung ins Leben gerufen. Will Grohmann, Herbert Gute sowie weitere Künstler und Kunsthistoriker realisierten diese Überblicksschau 1946 in Dresden.

Basierend auf diesen Recherchearbeiten wurde die Ausstellung dreidimensional aufgearbeitet und als Multitouchprogramm erfahrbar gemacht. Hierbei wurde Wert auf eine möglichst realitätsnahe Darstellung der Ausstellung gelegt. Ziel des Komplexpraktikums war es, ein Programm zu entwickeln, mit dem Benutzer sich multimedial durch die Erste Allgemeine Deutsche Kunstausstellung Dresden von 1946 bewegen und die einzelnen Exponate betrachten können.