Café Zuntz

1837 wurde in Bonn unter dem Namen "A. Zuntz sel. Wwe." (des seligen Amschel Zuntz Witwe) die Rösterei Zuntz gegründet, die bereits Ende des Jahrhunderts in mehreren deutschen Städten Kaffeestuben-Filialen unterhielt. Ende der 1920er Jahre eröffnete schließlich auch eine Filiale in Dresden auf der Prager Straße. Zeitzeugen berichten:

Im Café Zuntz "Selige Witwe", wo die Tasse Kaffee zwanzig Pfennige kostete, trafen sich die Künstler, die Schriftsteller, die Schauspieler und nicht zuletzt die vielen schönen Mädchen der Dresdner Tanzschulen.

(Woldemar Winkler 1927)

Kesting nahm mich mit ins Zuns-Café auf der Prager Straße, einem Treffpunkt der Verfemten. Dort konnte man tagsüber Dix, Grohmann, Lachnit, Alexander Friedrich und viele andere Künstler treffen, vor allem auch ihre Freundinnen und die Freundinnen ihrer Freundinnen. Bill Lachnit nannte diese Treffen: Zunserei.

(Karl Otto Götz, in: Erinnerungen und Werk, Band 1a, Düsseldorf 1983)

In Nachfolge an diesen Treffpunkt der Dresdner Künstlerszene und des kulturellen und informellen Austauschs wurde für den Zeitraum der Grohmann-Ausstellung im Oberen Foyer des Dresdner Lipsiusbaus ein Café eingerichtet, das an den historischen Ort erinnern sollte. Als heutiger Lizenzinhaber röstete die Firma Dallmayr aus München als Sponsor speziell für diesen Anlass einen Kaffee, der nur dort erhältlich war.


	Prager Straße mit Cafe Zuntz

Prager Straße mit Cafe Zuntz (orange markiert). Foto: privat


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